Master of Arts Human Resource Management

Inhalte der Module

 

1. Modul - Betriebswirtschaftliche Grundlagen des HRM

In dieser Veranstaltung lernen die Studierenden jene Grundlagen der Unternehmensführung kennen, die für die Arbeit im Personalbereich relevant sind. Es geht um die Schaffung einer unternehmerischen Perspektive, um Personalarbeit im Kontext des Unternehmens erfolgreich positionieren zu können. Es werden Rahmenbedingungen, Problemfelder und Handlungsalternativen von Unternehmen im Wettbewerbsumfeld vorgestellt. Im Einzelnen geht es um Marktstrukturen, Prinzipien der Wirtschaftlichkeit, Quellen des Unternehmenserfolges sowie Unternehmens- und Wettbewerbsstrategien. Basierend auf zentralen allgemeinbetriebswirtschaftlichen Quellen werden diese Inhalte systematisch aufgearbeitet und fallbezogen vermittelt. Dieses grundlegende Modul trägt der Tatsache Rechnung, dass HRM einen unmittelbaren Bezug zu übergreifenden Unternehmenszielen und den Belangen der typischen betrieblichen Funktionalbereiche besitzt. Studierende des Masterstudiengangs Human Resource Management finden mit diesem Modul den Zugang zum betriebswirtschaftlichen Denken.

 

2. Modul - Empirische Personal- und Organisationsforschung

Dieses Modul verzahnt empirische Sozialforschungsmethoden mit dem Entscheiden und Handeln in der HR-Arbeit. Die zukünftigen HR-Manager werden befähigt, sich kritisch mit relevanten Daten für Entscheidungen auseinanderzusetzen. Im Fokus steht die Entwicklung einer selbständigen Beurteilungsfähigkeit im Sinne des evidenzbasierten Handels. Dementsprechend gehören zu dem Modul die Aneignung empirischer Sozialforschungsmethoden (sowohl Erhebungsverfahren: Interview und Fragebogen, wie Auswertungsmethoden: statistische Verfahren). Weiter wird der kritische Umgang mit wissenschaftlichen, bzw. Evaluationsstudien vermittelt. Darüber hinaus werden die Studierenden in die Lage versetzt, eigenständig mittels empirischen Sozialforschungsmethoden eigene Fragestellungen ihrer HR-Arbeit zu beantworten. Einen besonderen Schwerpunkt hierbei nimmt die Vereinbarkeit der Ansprüche von Wissenschaft und Praxis ein und wie diese durch den HR-Manager gefördert werden kann.

 

3. Modul - Psychologische Grundlagen des HRM

Vermittelt werden die psychologischen Grundlagen für die Motivation, das Leistungsverhalten und Lernen. Die Themen im Einzelnen sind:

  • Konzepte der Arbeitszufriedenheit, Arbeitsmotivation und des Commitments;
  • Grundlagen, Ansätze und Maßnahmen einer motivationsförderlichen Arbeitsgestaltung (Funktions-/Arbeitsteilung, Arbeitsorganisation, ergonomische und soziale Arbeitsgestaltung);
  • Das Handlungsphasenmodell und die entsprechenden Ansätze der Verhaltenssteuerung u.a. Erwartungs x Wert - Ansätze, Konzept des geplanten Verhaltens, Zielsetzungstheorie, Selbstregulationsansätze, Gerechtigkeitstheorien, Kausalattribuierung;
  • Ansätze der Verhaltensänderung (Lernen, Verstärkung, Anreize).

 

4. Modul - Organisation und HR-Strategie

In diesem Modul lernen die Studierenden die Grundlagen der betrieblichen Organisation kennen. Hierbei stehen vor allem die Varianten der organisatorischen Differenzierung und Integration sowie die Kontingenzen von Organisationsstrukturen im Zentrum. Auf Basis von Standardquellen werden diese Themen diskutiert und mit Hilfe aktueller internationaler Fallstudien illustriert. Weitere Themenschwerpunkte sind Inhalte von HR-Strategien sowie Verfahren der HR-Strategieentwicklung, zentrale HR-Prozesse und Organisationsstrukturen der Personalarbeit.

 

5. Modul - Entwicklung persönlicher Skills

Dieses Modul wird in Form von intensiven Workshops und Trainings durchgeführt. Im Rahmen der Workshops werden die notwendigen theoretischen Kenntnisse vermittelt und anschließend direkt vertieft und anwendungsbezogen diskutiert. Dazu werden Beispiele aus dem beruflichen Kontext besprochen, analysiert und Lösungsvorschläge erarbeitet. Berufsbezogene Situationen können z.B. Mitarbeiterjahresgespräche oder Kritik- und Anerkennungsgespräche sein, die im Rahmen von Trainings geübt werden.

In diesem Modul haben die Studierenden die Möglichkeit, sich selbst besser zu reflektieren und ihre individuellen Kompetenzen in beruflich relevanten Bereichen zu erweitern bzw. zu optimieren. Dazu dient auch intensives Feedback in den Übungsphasen und in der Prüfung. Die Workshops und Trainings finden in einer offenen Lernform statt, wobei hier das konkrete Üben und Tun im Vordergrund steht. Der Einsatz unterschiedlicher Medien ist unmittelbarer Bestandteil der Veranstaltungen. Darüber hinaus werden die Studierenden die entsprechende Literatur im Selbststudium nachbereiten.

 

6. Modul - Führung und Projektmanagement

Gegenstand dieses Moduls sind das Basiswissen und -kompetenzen zur systematischen Steuerung und Förderung von Verhalten und Potenzialen im Kontext der Personalführung und des Projektmanagements. Es werden folgende Themen bearbeitet:

  • Theorien und Instrumente interaktiver Personalführung,
  • strukturelle Führung und Strategien impliziter Verhaltenssteuerung,
  • Führung im globalen Kontext (Globe Study),
  • Grundlagen der Prozess- und Projektplanung,
  • Methoden und Instrumente für ein erfolgreiches Projektmanagement,
  • Rollen in der Projektgruppe und Führung im Projektmanagement,
  • Herausforderungen in der Projektarbeit: Umgang mit Krisensituationen, interkulturelle Projektteams,
  • Berufs- und Karriereplanung über Projektmanagement.

 

7. Modul - Grundlagen der Personalentwicklung

In diesem Modul werden sich die Studierenden mit den Grundlagen der Personalentwicklung beschäftigen. Dazu gehören neben den psychologischen Aspekten auch die Methoden und Instrumente der Personalentwicklung, wie z.B. Potenzialanalyse und Lern-Assessment-Center, Personalbeurteilungssysteme, strukturierte Mitarbeitergespräche, Förderprogramme, Karriere- und Nachfolgeplanung, interne und externe Personalentwicklung und die Förderung von High-Potentials.

Im Mittelpunkt stehen die vier Gestaltungsfelder strategischer Personalentwicklung:

1. Bedarfsanalyse: Kompetenzmodellierung und Kompetenzbeurteilung
2. Gestaltung von Lernumgebungen
3. Sicherung von Lern- bzw. Trainingstransfer und
4. Evaluation von Kompetenzentwicklungsmaßnahmen.

In mehreren Gruppenaufgaben werden die gelernten theoretischen Inhalte auf echte Fälle aus der Personalarbeit in Betrieben und Verwaltungen angewendet und in den Diskussionen dazu der Nutzen verschiedener Ansätze verdeutlicht. Darüber hinaus werden die Studierenden ihre Kenntnisse zum Themenbereich Personalentwicklung mit entsprechender Literatur im Selbststudium vertiefen und für ein bestimmtes Personalentwicklungs“problem“ im eigenen Unternehmen eine mögliche Lösung in Form einer schriftlichen Hausarbeit erarbeiten.

 

8. Modul - Evaluation der Personalarbeit

Gründe für die Vorteile von Controlling und Evaluation, Grundlagen für der beruflichen Praxis angemessenen Evaluationsdesigns, die Möglichkeiten der Messung aussagekräftiger Erfolgskriterien der Personalarbeit (vor allem zu Fragen der Eignungsdiagnostik, Personal- und Organisationsentwicklung) und ein Überblick über die dazu erforderlichen Auswertungsmethoden. Dieses Modul wird in Form von Vorlesungen und Workshops durchgeführt. Im Rahmen der Vorlesungen werden die notwendigen theoretischen Kenntnisse vermittelt, welche anschließend in den entsprechenden Workshops vertieft und angewendet werden. Dazu werden insbesondere Beispiele aus der Praxis für Evaluation und Qualitätsmanagement bearbeitet und diskutiert, wobei die konkrete Konzeption von Evaluationsprojekten im Vordergrund steht. Im Rahmen des Selbststudiums, u.a. mit entsprechender Literatur, vertiefen die Studierenden ihre Kenntnisse zu diesem Themengebiet.

 

9. Modul - Recruiting

Im Rahmen dieses Moduls lernen die Studierenden Grundlagen der Personalauswahl kennen. Dazu gehören psychologische Aspekte der Eignungsdiagnostik, Arbeits- und Anforderungsanalyse, Methoden und Instrumente der Personalauswahl, Kosten-Nutzenvergleiche, Interpretation der Ergebnisse, Urteilsbildung und die Erstellung von Gutachten. Außerdem beschäftigen sich die Studierenden mit dem Thema Personalmarketing. Ein zunehmend wichtiger werdender Aspekt dabei sind Fragen des landes- bzw. kulturübergreifenden Recruiting. Besonders relevant ist dabei der sachgerechte Umgang mit Bewerbern aus der EU, die vor allem bezüglich der in der Vorselektion verwendeten Auswahlkriterien erhebliche, von der jeweiligen nationalen Herkunft abhängige Unterschiede zeigen. Gerade bei diesen Bewerbern ist auch die europäische Rechtslage bezüglich des fairen Umgangs mit Bewerbern aus Mitgliedsländern der EU zu beachten.

Dieses Modul wird in Form von Vorlesungen, Workshops und Trainings durchgeführt. Im Rahmen der Vorlesungen werden die notwendigen theoretischen Kenntnisse vermittelt, welche anschließend in den entsprechenden Workshops vertieft und in Trainings angewendet werden. Dazu werden insbesondere konkrete Auswahlbeispiele und Probleme besprochen und verschiedene Sequenzen der Personalauswahl geplant, durchgeführt und ausgewertet. Die Workshops finden in einer offenen Lernform statt, wobei hier das konkrete Üben und Tun in Form von Vorbereitung und Durchführung von Auswahlinterviews und Assessment-CenterÜbungen im Vordergrund steht. Diese werden in Simulationen trainiert. Anschließend werden die Übungen im kollegialen Feedback ausgewertet und durch erfahrene Dozenten supervidiert.

Darüber hinaus werden die Studierenden die entsprechende Literatur im Selbststudium vorund nachbereiten und für ein bestimmtes „Auswahlproblem“ im eigenen Unternehmen einen Prozessablauf (schriftliche Hausarbeit) erarbeiten und bewerten. Die einzelnen Hausarbeiten werden dann im Rahmen eines Workshops den anderen Teilnehmern vorgestellt und mit diesen und dem Dozenten diskutiert. Dadurch soll auch der Horizont der Teilnehmer bezüglich der Vielfalt der in den einzelnen Unternehmen und Verwaltungen realisierten Recruitingprozesse erweitert und ihre Kompetenz zum Erkennen und Konzipieren von Optimierungsansätzen weiter fundiert werden.

 

10. Modul - Humankapital und Anreizsysteme

Dieses Modul hat theoretische und empirische Grundlagen über Gestaltungskonzepte des HR-Managements zum Gegenstand. Eine wesentliche Rolle spielt die Evaluierung von Kosten und Nutzen. Nach einer Einführung in das Personalcontrolling und relevante Controlling-Instrumente steht die übergreifende Steuerung von Humankapital (Human Capital Management) im Zentrum. Darüber hinaus werden ausgehend von theoretischen Überlegungen zum Anreiz- und Vergütungsmanagement (u.a. Turnierentlohnung, Lohnpfandtheorie, horizontale und vertikale Lohndifferenzierung) Möglichkeiten der betrieblichen Lohngestaltung erarbeitet.

 

11. Modul - Interkulturelle Kompetenz- und Teamentwicklung

Die Studierenden werden sich in diesem Modul mit den psychologischen Grundlagen der interkulturellen Kompetenzentwicklung und mit der interkulturellen Teamarbeit beschäftigen. Zum Modulteil der interkulturellen Kompetenz gehören die Modelle und Theorien, die einerseits die Wahrnehmung von und das Handeln in kulturspezifischen Settings thematisieren, andererseits die Ansätze für eine allgemeine interkulturelle Sensibilität und Anpassungsbereitschaft beschreiben. Die Studierenden lernen die Diagnoseinstrumente für die Erhebung von interkulturellen Kompetenzprofilen kennen und die sich daraus ergebenden Anforderungen an interkulturelle Trainings.

Im Modulteil der interkulturellen Teamentwicklung werden Konzepte und Instrumente des Diversity Managements in Teams behandelt. Das betrifft Fragen der Planung und Steuerung von gemischten Teams. Die Schwerpunkte in diesem Teil liegen insbesondere auf der Auswahl und Zusammensetzung von Teams, auf der Teamsteuerung und Teamentwicklung mit Blick auf die Leistungsoptimierung, die Zufriedenheit und das Commitment. Im Hinblick auf die Globalisierung der Märkte wird ein besonderer Schwerpunkt auf das Management virtueller Teams durch angepasste Workflow-Management-Systeme gelegt.

 

12. Modul - Organisationsentwicklung und Change Management

Den inhaltlichen Schwerpunkt des Moduls bilden die psychologischen Grundlagen, Prinzipien
und Methoden der Organisationsentwicklung (OE) und des Managements von Veränderungen,
speziell im Kontext von Fusionen oder Übernahmen von und durch Unternehmen aus
unterschiedlichen Ländern und Kulturen. Bearbeitet werden folgende Themen:

  • Reaktionen auf Veränderungen auf individueller Ebene,
  • Umgang mit Unsicherheit,
  • Herausforderung „Diversity“,
  • Rolle des Managements und Führungsverhaltens,
  • Systematisches Vorgehen zur Gestaltung von Veränderungsprozessen,
  • Herausforderungen Passung und Nachhaltigkeit,
  • Herstellung von Transparenz und Glaubwürdigkeit durch Information und Kommunikation,
  • Förderung von Commitment und Empowerment, Entwicklung einer lernförderlichen Unternehmenskultur,
  • Fusionen: Formen, Integrationschancen, Fallbeispiel.

 

13. Modul - Arbeitsrecht für Personaler

Grundlagen des Individualarbeitsrechts und des Kollektiven Arbeitsrechts: Entsprechend den tatsächlichen Bedürfnissen der Studierenden wird im Schwerpunkt des Individualarbeitsrechtes insbesondere auf die Vertragsparteien (Arbeitgeber und Arbeitnehmer), Antidiskriminierung, Befristung von Arbeitsverhältnissen, Probezeit und Kündigungsfristen, Vertragsausgestaltung (nationale und grenzüberschreitende Versetzungsvorbehalte, Erweiterbarkeit des Weisungsrechts), Ausübung des Weisungsrechts, Arbeitszeit, Urlaubsansprüche der Arbeitnehmer, Vergütung im Krankheitsfall, Kündigungsschutz und Aufhebungsvertrag eingegangen.

Im Kollektivarbeitsrecht werden folgende Aspekte angesprochen: Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände, Rechte und Pflichten der Tarifvertragsparteien, Tarifverträge und deren Geltung kraft normativer Wirkung oder vertraglicher Bezugnahme, sowie das Betriebsverfassungsgesetz und die daraus entspringenden Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats. Wobei im Betriebsverfassungsrecht nur auf die für Personalentscheider wesentlichen Aspekte eingegangen wird, die sie bei ihren Entscheidungen und Maßnahmen berücksichtigen müssen.

 

14. Modul - Gesundheitsförderung in Organisationen

Im Rahmen des Moduls werden schwerpunktmäßig folgende Themenkomplexe behandelt:

  • neue Lebens- und Arbeitszyklen und ihre Herausforderungen für den Einzelnen und die Unternehmen,
  • Gesundheitsbelastungen und Ressourcen,
  • individuelles Gesundheitsverhalten,
  • betriebliche Maßnahmen zur Unterstützung und Förderung der Gesundheit,
  • Gesundheitsprogramme,
  • Förderung von Gesundheitsbewusstsein und einer betrieblichen Gesundheitskultur,
  • Gesundheitsmanagementsystem (GMS): Gestaltungsfelder und Kernprozesse,
  • Einführung einer nachhaltigen betrieblichen Gesundheitsförderung, eines GMS.

 

15. Modul - Systemische Beratung von Einzelpersonen und Organisationen

Gegenstand des Moduls sind systemisch orientierte Ansätze zur Beratung von Einzelpersonen und Organisationen, nämlich Coaching, Supervision, kollegiale Beratung (Intervision), Mediation sowie Formen systemischer Organisationsberatung.

Während fachlich orientierte Beratungsansätze der Idee folgen, Klienten oder Klientensysteme instruktiv – nämlich durch die Vorgabe und Implementierung konkreter Lösungen – zu unterstützen,wollen systemisch orientierte Ansätze eher Hilfe zur Selbsthilfe geben. Ihr Ziel ist es, konstruktive Selbstreflexions- und Problemlöseprozesse zu stimulieren, ohne konkrete Lösungen vorzugeben. Handlungsleitend ist die Idee der ‚Verstörung‘ - d.h. der behutsamen Infragestellung von Wirklichkeitskonstruktionen – mit dem Ziel, neue Handlungs- und Entscheidungsspielräume zu eröffnen.

 

16. Modul - Wissenschaftliches Kolloquium

Dieses Modul dient der Vorbereitung und Begleitung der Masterarbeit. Die Studierenden setzen ich in diesem Modul kritisch mit der Themenfindung und der Durchführung der eigenen Masterarbeit auseinander. Wichtig ist auch die Auseinandersetzung mit dem Praxisbezug der eigenen Arbeit.

 

17. Modul -Studienbegleitende Projektarbeit

Dieses Modul ist eng verzahnt mit dem Modul „empirische Personal- und Organisationsforschung“ und beinhaltet konkret die Erstellung einer empirischen Projektarbeit.

 

Kosten | Termine | Anmeldung

Beratung und Kontakt

Christine Heinemann, M.Sc.
Studienleitung Masterstudiengang Human Resource Management | Programmmanagerin Trainerausbildung | Coachingausbildung

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